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Sonntag, Dezember 28, 2008

Forums-Tour zum Wilseder Berg

Manfred von den Celler Fortunen und Helmut haben zu einer Forums-Tour in die Lüneburger Heide gerufen. Und sie kamen. Fragt mich nicht wieviele nun wirklich dabei waren, aber es war für den 28.12. und 0 Grad Celsius eine ansehnlich große Gruppe.

Um 8:00 Uhr (irgendwie eine beknackte Zeit für Sonntag, oder?) traf Thali und Gereon bei mir ein und wir starteten, bei noch leichter Dämmerung, mit Licht am Bike. Es war sehr kalt aber trocken und das war wichtig. Wir fuhren über den Brunsberg, durch das Büsenbachtal und über den "Europäischen Fernwanderweg E1" nach Undeloh zum ersten Treffpunkt. Es war nicht der kürzeste Weg, dafür war er aber sehr schön zu fahren.

Mit meiner Zeiteinteilung für die Anfahrt zum ersten Treffpunkt bin ich leider nicht zurecht gekommen. Wir sind um 8:15 Uhr gestartet. Dann hatte Thali Schaltungsprobleme und mich ereilte ein Platten am vorderem Laufrad. Bei der Reparatur war ich nicht der schnellste. Wir bekamen von einem weiteren Forumsmitglied (Name???) schnelle Hilfe und wir fuhren dann zu viert weiter. Vielen Dank dafür noch einmal.

Wir verspäteten uns um 34 Minuten (wann war Helmut denn da?:-) und die Anderen waren schon auf dem Weg zum Wilseder Berg. Sonst wären die Fahrer auch erfroren. Wir ließen den Berg aus und fuhren auf direktem Weg zum 2. Treffpunkt am Heidemuseum in Wilsede und trafen als erstes ein.

Zu diesem Treffpunkt waren die Celler Fortunen angekündigt. Unter den 9 Fahrern befand sich unter anderem Manfred und Rock die wir auf der sehr gelungenen Allertal CTF kennengelernt haben. Rock konnte ich so noch zum tollen Foto mit den Schildern im Forum beglückwünschen. Sie trafen sehr pünktlich ein.

Viele der Fahrer kannte ich aus dem Forum und von anderen Veranstaltungen. Wie fast immer war Tom, mad.mat und viele andere dabei (Man hat so schnell gar kein Üblick gefunden). Besonders gefreut habe ich mich, dass vier Fahrer, Siegfried, Felix, Dirk und meine Wenigkeit, von der Radsportgruppe des Blau-Weiß-Buchholz dabei waren.

Nach einem großem Hallo und einiger Kommunikation wurde der Wilseder Berg erklommen. Oben angekommen genoßen wir den imposanten Ausblick und formierten uns, mit kundiger Anleitung von Helmut, zu einem Gruppenfoto.

Wie die Bilder auf den Speicherkarten gespeichert waren durchfuhren wir die Heide in Richtung Niederhaverbek. Geführt wurden wir von Jörg (Spartenleiter MTB der Betriebssportgruppe Haspa). Eine ganz tolle Runde bei dauerhaft scheinender Sonne. Die Runde endete nach ca. 20 Kilometern wieder auf dem Wilseder Berg.

Ich war schon leicht angeschlagen, denn ich hatte schon über 50 Kilometer auf dem Tacho. Thali, Gereon, Dirk, Norbert und ich entschlossen uns vorzeitig abzubrechen und fuhren zum Parkplatz nach Undeloh zurück. Jörg plante noch einen Schwenck durch den Totengrund.

Dirk und Norbert verstauten ihre Räder und fuhren mit dem Auto nach Hause. Wir fuhren zu dritt auf dem Bike nach Buchholz zurück. Ich wählte eine etwas einfachere und kürzere Strecke, damit es nicht zu hart wird. Wir hatten außer schwindenen Kräften keine weiteren Probleme auf dem Rückweg.

Es hat sich wieder gelohnt die Couch zu meiden und durch die Heide zu pedalieren. Auf jeden Fall habe ich wieder viele interessante Biker getroffen oder neu kennengelernt. Wann findet die nächte Forumstour statt? Ich bin wieder dabei.

80 km - Fahrtzeit: 4:37 Stunden - Gesamtzeit: 5:36 Stunden
max. Puls 170 S/min - durchschn. Puls 141 S/min - 4834 kcal.

Meine Bilder von der Tour

Weitere Berichte von dieser Tour

Sonntag, Dezember 07, 2008

Ollis Forumstour in Bargteheide

Heute war die seit Wochen geplante Forumstour in Ollis Revier angesagt. Auch zu dieser Tour holte ich Thomas in Marxen ab. Auf dem Weg nach Bargteheide fielen immer wieder Regenschauer und die Hoffnung auf eine trockene Tour schwand mit jedem Kilometer. Am Schützenhaus angekommen war es trocken aber fürchterlich kalt.

Im Forum fand ich von Olli einen sehr netten Bericht von dieser Tour den ich hier einfach veröffentlichen möchte:

Vorab allen Teilnehmern einen herzlichen Dank für das zahlreiche Erscheinen.

Wer nicht dabei war, hat eine lustige Schlammschlacht an einem doch recht netten Adventssonntag verpasst. Wir starteten gegen 10.30 Uhr in Bargteheide. Helmut hatte sich erwartungsgemäß etwas verspätet. Das nahm ihm niemand krumm. Wir alle kennen Helmut, hatten uns bereits darauf eingestellt, scherzten darüber und gaben Prognosen zu seiner Ankunftszeit ab.

Helmut trommelte nach seinem Eintreffen noch schnell die Aktivisten zusammen, damit wir uns gegenseitig kurz vorstellen konnten. Das war, wie ich fand, eine gute Idee. So hatte man zu jedem Gesicht auch einen Namen. (Alle konnte ich mir leider so schnell nicht merken) Allerdings fassten wir uns kurz, denn in den Radklamotten wurde es an diesem leicht diesigen Morgen doch schnell recht kalt.
So schwangen wir uns dann auch zügig auf die Räder und fuhren los. Bargteheide ließen wir schnell hinter uns, fuhren auf asphaltierten Feldwegen nach Tremsbüttel. Dort machten wir eine Schleife durch den Wald. Hier waren die ersten technisch ein wenig anspruchsvolleren Passagen zu meistern. Dafür wurden die Teilnehmer dann auch mit einem Verpflegungsdepot nach rund 20 Km entlohnt.

An dieser Stelle gilt es einen besonderen Dank auszusprechen. Neben meiner Freundin Yvonne, die stets durch ihre Opferbereitschaft glänzt, war auch Kumpel Michael, der mir ebenfalls in allen erdenklichen Lebenslagen zur Seite steht, extra aus Lübeck angereist, um bei der Verpflegung zu unterstützen.

Weiter ging es einige Kilometer auf der stillgelegten Eisenbahntrasse über Rümpel und Bad Oldesloe/Blumendorf bis nach Grabau. Der Weg ist hier so breit, dass locker zu dritt nebeneinander gefahren werden kann und somit die Möglichkeit zu interessanten Gesprächen bestand. Ich selber fand zum Reden kaum Gelegenheit. Neben der körperlichen Anstrengung kam eine für mich völlig neue hinzu. Das Führen einer Gruppe. Das erfordert höchste Konzentration. Du findest dich plötzlich in der Situation nicht mehr nur dem Hinterrad der Vordermanns hinterher zu fahren, sondern musst aufpassen den richtigen Abzweig zu erwischen (hab ich zweimal versemmelt, sorry), den Abzweig rechtzeitig anzuzeigen und auf Gefahrenstellen hinzuweisen. Das ist geistige Schwerstarbeit. Zumindest, wenn man das erste mal führt. Zudem musst man auf ein ausgewogenes Tempo achten und zusehen, die Gruppe beieinander zu halten. Dabei darf man die Schwächeren nicht verheizen, die stärkeren Fahrer nicht langweilen. Gar nicht so einfach.

In Garbau verließen wir dann den Bahndamm um zwischen Fischteichen hindurch den Grabauer Forst zu erreichen. Inzwischen kam die Sonne raus. Es versprach ein schöner Tag zu werden und ich hoffte der Anblick, der sich im Wasser der Teiche spiegelnden Sonne, würde uns für das frühe Aufstehen entlohnen. Leider waren die Teiche bereits abgefischt, das Wasser zu diesem Zweck abgelassen.
Dafür schreckten wir ein Rudel Rehe auf, das wohl zum Trinken an die Teiche gekommen war und vermutlich über das fehlende Wasser ebenso enttäuscht war, wie wir.

Im Garabauer Forst wartete ein kleines Highlight auf alle, die auf härteres Gelände stehen. Wir fuhren auf einem Reitweg, der nicht nur tiefen Boden sondern auch zahlreiche Wurzeln zu bieten hatte. Wer seine Felgen und Muskeln schonen wollte, konnte parallel auf dem Waldweg fahren. Von dem Reitweg ausgepumpt erreichten wir die zweite Verpflegung nach nicht ganz 40 Km Fahrstrecke. Auch hier wartete neben Obst und Riegeln auch ein kleiner Schluck warmer Tee auf die Teilnehmer. Das war bei Temperaturen um die 6 Grad doch ganz nett.

Wie schon nach der ersten Verpflegung hatten wir kurz nach dem Aufbruch wieder eine Platten in der Gruppe zu beklagen. In Gemeinschaftsarbeit wurde aber auch dieser schnell behoben. Einen Blick auf den Grabauer See werfend fuhren wir auf einem Teerteilstück über Floggensee und Elmenhorst/Fischbek Richtung Jersbek.

Wer sich in der Gegend auskennt oder das von Thali erstellte GPS-Protokoll anschaut, wird feststellen, dass wir uns im Grunde nie sonderlich weit vom eigentlichen Startpunkt entfernt hatten. Bei der Ausarbeitung der Strecke hatte ich mein Hauptaugenmerk, neben dem Verlangen möglichst wenig Asphalt fahren zu müssen, auf genau diesen Umstand gelegt. Für den Fall eines schwerwiegenden Defektes wäre dem Betreffenden die Rückkehr zum Auto nicht unmöglich geworden.

Dieser Gedanke erwies sich als goldrichtig, da Jolly uns in Elmenhorst verließ und die Heimreise auf direktem Wege antrat. Der Junge ist Rad-Newbie und war völlig ausgepowert. Wir hatten zuvor das Tempo zwar deutlich gedrosselt und ihm auch immer wieder Verschnaufpausen gegönnt, aber die Streckenlänge war für ihn dann in Paarung mit dem Gelände doch zu viel.
Hut ab vor dem Jungen, der hat Biss. Er hat eisern gekämpft, nicht gemeckert und gemurrt und schließlich soviel Arsch in der Hose gehabt uns sein Ausscheiden mitzuteilen.
Mehr noch, er hat, durchgefroren wie er war, am Ende der Tour auf uns gewartet um die Tour gemeinsam ausklingen zu lassen.
Jolly, that´s the way!!! Das war ein erstklassiger Einstand! Ich freue mich auf die nächsten Touren mit Dir!

Nachdem wir uns versichert hatten, dass Jolly den direkten Weg finden würde, fuhren wir durch den Jersbeker Forst. Auch hier war der Boden wieder sehr tief. Die Strecke kostete Körner und Material. Meine Beine vermeldeten erste Ermüdungen. Ich hatte den Eindruck, wir hätten für heute genug geleistet. Ein Blick in die Gesichter meiner Mitfahrer überzeugte mich, dass ich mit dieser Meinung nicht allein war. Wir hatten nur noch 7 oder 8 Km vor uns, allerdings wäre dieses Teilstück komplett Reitweg gewesen. Bei den Bodenverhältnissen wäre es wohl mörderisch geworden. Helmuts Stadtreifen hätten hier sicherlich die Segel streichen müssen. Meine Beine ebenfalls. Auch Karsten war schon recht angeschlagen. Zudem drohte einsetzender, kalter Regen uns die Laune zu verderben.

Daher improvisierten wir einfach und beendeten wir die Tour auf Asphalt. Über Bargfeld Steegen ging es an der B 75 entlang zurück nach Bargteheide. Aus dem kurzfristig organisierten Abschlussbier wurde dann doch nichts mehr. Der Regen wurde immer stärker, die Temperaturen fielen und wir begannen zu frieren.
Yvonne und ich erhielten ein kleines Präsent, (das wäre gar nicht nötig gewesen, aber vielen Dank!!!!), bevor wir alle fast zeitgleich die Heimreise antraten.


Abschließend möchte ich noch hinzufügen, dass mindestens 20 Kilometer dieser Tour bei Sonnenschein!!!! gefahren wurde. Nach der Tour war ich wirklich stehend ko. Mir war kalt, die Klamotten waren nass und ich war nicht in der Lage das angesagte Abschlußbier zu trinken. Thomas und ich haben schnell eingepackt. Stephan haben wir überredet nicht auch noch bei Regen die letzten 20 Kilometer bis nach Hause auf dem Bike zurückzulegen. (Und das nur für den Winterpokal) Auf dem Fahrradträger war für Stephans Bike noch genug Platz.

Vielen Dank an Olli und Yvonne für die tolle Strecke und die perfekte Orga!!!!

Meine Bilder von der Forumstour


Die Fotos die ich zu diesem Bericht veröffentlicht habe sind von Helmut und Thomas geschoßen worden. Weitere 140 Bilder findet Ihr von den Beiden hier.

Thalis GPS Daten von der Forumstour

Weitere Berichte von Forumsmitgliedern

64 Kilometer - 3:14 Fahrtzeit - Gesamtzeit 4:22
max. Puls 174 - durchschn. Puls 144 - 3926 Kilokalorien

Sonntag, Januar 27, 2008

Forums-Tour zum Wilseder Berg


Auf der CTF in Wedel sind Helmut, Olli, Thali und ich auf die Idee gekommen, aufgrund mangelnder CTF-Termine, gemeinsam durch die Heide zu radeln. Heute war für die Mitglieder des Forums von Helmuts-Fahrradseite der Tag gekommen die angesagte Wilseder-Berg-Tour zu fahren.

Nach ein paar, teilweise wetterbedingten Absagen, einiger Forumsmitglieder trafen Olli, Fülle und Helmut bei mir kurz vor 10:00 Uhr ein. Helmut benötigte noch eine telefonische Fernnavigation, damit er nicht die Luftlinienverbindung direkt über das regennasse Feld von der B75 zum Luchsweg wählt.

Mit Olli bin ich im Herbst eine ähnlich Tour bereits gefahren und habe auch einen Bericht geschrieben.

Nach ein paar technischen Schraubereien starteten wir bei Dauernieselregen um 10:15 Uhr in Richtung Wildnis. Die Temperatur mit ca 7 Grad war gar nicht so kalt wie anfänglich gedacht. Alle zogen auf den ersten Kilometern einige Ihrer vorsorglich gewählten warmen Kleidung wieder aus.

Nachdem wir Buchholz verließen trafen wir gleich im Interessentenforst auf tiefsten Boden mit riesigen Pfützen. In den letzten Wochen und Tagen sind unglaublich große mengen Wasser abgeregnet. Das Wasser konnte nicht mehr ablaufen und der Boden war nicht mehr in der Lage Wasser aufzunehmen. Die Waldarbeiter hatten in der letzten Woche ihr Übriges dazu beigetragen, dass der Boden möglichst tief und uneben ist. Schon die ersten Kilometer waren technisch anspruchsvoller und anstrengender als gedacht. Der hohe Pulsschlag aller Fahrer veranlasste uns schon auf den ersten Kilometern mehr Pausen einzulegen als geplant. Das sollte sich in der weiteren Tour auch so fortsetzen und zu einer langen Gesamtfahrtzeit führen.

Nach nur 8 Kilometern erreichten wir die ersten Heideflächen und wir fuhren zum Brunsberg auf. Das ansonsten immer sehr angenehme Verweilen auf dem Brunsberg musste heute entfallen, denn der kalte und starke Wind haute uns den Regen regelrecht um die Ohren. Den Berg mussten wir schnell in östlicher Richtung verlassen um nicht zu stark auszukühlen.

Der Weg wurde unwesentlich leichter (ich glaube ich war der einzige der das bemerkte) und wir begaben uns auf den Weg in Richtung Büsenbachtal. Auf dem Weg dorthin ließen wir schon mal gleich den ersten Berg aus. Der Pferdekopf mit seiner steilen Auffahrt und der rasanten Abfahrt war bei diesem Wetter nicht angesagt. Wir ließen diesen Berg links liegen und so haben wir auch vom Büsenbachtal nicht wirklich viel gesehen. Es waren alle Fahrer auch mit dem vorankommen im schweren Boden beschäftigt. Durch die verdreckten Brillen konnte man die Landschaft weniger genießen, als bei schönem Wetter.

Einen großen Teil der Strecke zum Wilseder Berg fuhren wir auf dem mit einem Andreaskreuz gekennzeichneten "Europäischen Fernwanderweg E1". Der "E1" verläuft zur Zeit noch von Mittelschweden bis nach Umbrien in Italien. In Zukunft soll er vom Nordkap bis nach Sizilien durchgehend begehbar (befahrbar) und einheitlich gekennzeichnet sein. Seine Gesamtlänge beträgt dann rund 4.900 km. Das haben wir heute leider nicht ganz geschafft.

Auf dem Seevetrail begleiteten wir die mit hohem Wasserstand ausgestattete Seeve. Auf diesem Singletrail kann man es eigentlich bei gutem Wetter so richtig krachen lassen. Heute war es anders. Wir mühten uns im Matsch, Wasser und im tiefen Boden. An der Köhlerhütte angekommen stellten wir fest, dass wir wohl für diese Tour heute etwas länger brauchen. Hier waren auch schon die ersten Pocket-Coffie von Helmut nötig die Laune der Fahrer zu heben.

Auf dem Weg in das Quellgebiet der Seeve habe ich wie jedesmal vor einer rutschigen Brücke gewarnt. Nur heute bin ich gleich selber auf der Brücke ausgerutscht und bin ohne weitere Folgen gestürzt. Es war sogar schwierig ohne Einsatz des Geländers diese Brücke zu Fuß heil zu überwinden. Durch den vielen Regen war diese sehr rutschig.

Dieses mal war der 7 Kilometer lange Sandweg nach Einem befahrbar. Auch hier war es anstrengend zu fahren aber man kam durch. Um eine extrem schwierige Passage zu vermeiden sind wir ca 1,5 Kilometer auf der Straße gefahren. Alle waren froh einen gleichmäßigeren und runderen Tritt einzusetzen und sich ein wenig zu erholen. Gleich nachdem wir wieder in den Wald abbogen wurde es ganz tief. Es tauchten die ersten Fragen nach den restlichen Fahrtzeit und den verbleibenden Kilometern auf. Wir waren auf dem entferntesten Punkt unserer Tour und befanden uns kurz vor dem Wilseder Berg.

So fuhren wir durch beeindruckende Heidelandschaft langsam den Wilseder Berg auf. Seit langem musste ich auch mal wieder ein Stück dieser Steigung schieben. Es war das schlechte Wetter und die bisherige Kraftanstrengung zu spüren. Oben auf dem Wilseder Berg genossen wir den heute nicht so weiten Blick in die Landschaft. Vieles wurde von den Regenschwaden verdeckt.

Auf der Abfahrt vom Wilseder Berg bin ich dann in einer langen schnellen Kurve auf nassem Rasen ausgerutscht. Der Sturz selber war eigentlich kein Problem denn man konnte auf dem nassen Rasen gut weiterrutschen wenn da nicht eine Bank aufgetaucht wäre. Die Erdanziehung meinte es gut mit mir und ich bleib wie eine nasser Sack vor der Bank liegen. Für das Foto habe ich mich noch mal schnell in den Dreck geschmissen und Helmut hat diesen Stunt für die Nachwelt festgehalten.

Kurz später erreichten wir Undeloh. Eigentlich hatten wir uns vorgenommen hier einzukehren, doch waren wir schon so spät dran, dass wir uns zur Weiterfahrt entschieden. Olli betrachtet vor der Weiterfahrt noch einmal seine schlecht funktionierende Scheibenbremse und stellte fest, dass die Beläge an der hinteren Bremse völlig abgeschliffen waren. Es war kein Belag mehr in Sicht. Der automatisch nachjustierende Kolben drückte jetzt das Metall auf die Scheibe. Es hörte sich nicht wirklich gut an und führte nicht zu nenneswerten Bremsleistungen. Der Matsch zollte seinen Tribute an das Material. Alle Bikes waren mit viel Geschleife unterwegs. Der Antrieb machte durch seine Geräusche seinem Namen "Kettenantrieb" alle Ehre.

Nachdem die Waldautobahn in den Hanstedter Bergen in Richtung "Op de Töpps" auch schwer zu befahren war und wir immer mehr Zeit für unseren Rückweg benötigten entschlossen wir uns die letzten 10 Kilometer über die Straße zu fahren. Wir fuhren über Schierhorn, Holm und Holm-Seppensen zurück in den Luchsweg. Alle waren froh zurück zu sein, waren aber begeistert von der Tour. Es waren nach meinem Tacho 58 Kilometer und das Navi von Helmut hat 730 Höhenmeter ermittelt. Keiner hat es bereut früh aufgestanden und nach Buchholz gekommen zu sein.

Die Bikes und die Kleidung war extrem dreckig. Damit die Innenräume der Autos nicht so dreckig werden haben wir alle Bikes mit dem Wasserschlauch abgespritzt.

In den letzten Wochen habe ich viele der Forum-Mitglieder immer besser kennengelernt. Diese Art Touren können wir gerne in Zukunft öfters machen.

Fotos von Helmut

58 Kilometer - max. Pulsschläge 172 - durchschn. Pulsschläge 134
Fahrtzeit: 3:53:34 Stunden - Gesamtzeit: 5:15:00 Stunden - 730 Höhenmeter