Sonntag, August 19, 2007

Vattenfall Cyclassic 2007



Nach dem Aufstehen präsentierte sich dieser Morgen kühl aber trocken. Man konnte auch schon erahnen, dass nach späterer Auflockerung die Sonne sich durchsetzten würde. Ein perfekter Tag eine Vattenfall-Cyclassics zu fahren. Dirk holte mich 7:45 Uhr ab und nach Verladung der Rennräder fuhren wir, bei wenig Verkehr, nach Hamburg. Wie geplant fanden wir uns sehr rechtzeitig in unserem Startblock Q in der Steinstraße ein. Die Stimmung bei den Fahrern war gut und es wurden einige Sprüche geklopft um sich die Zeit zu vertreiben. Nachdem die Startzeit von 8:55 Uhr überschritten wurde nahm die Anspannung zu und man schaute immer öfter nach vorne ob bereits eine Bewegung der vorderen Startblöcke zu erkennen ist. Aus dem Vorjahr wussten wir, dass es zu Verzögerungen kommt und ein mindestens 10 minütiges "Anrollen" bis zum Auslesen des Transponders an der Schleife an der Startlinie erfolgt. Gegen ca. 9:10 Uhr bin ich dann über diese Schleife gefahren und das Rennen begann.

Gleich zu Anfang fand ich einen kleinen Pulk mit vielen Fahrern aus dem Firmenteam "Globetrotter". In diesem Pulk blieb ich bis kurz vor Jesteburg. Da hatte ich dann den Eindruck, dass die Geschwindigkeit nach ließ und schloss mich einem schnelleren Pulk an. In Jesteburg hatte ich stellenweise fast 50 km/h auf dem Tacho. Hier standen auch sehr viele Menschen an der Strecke und feuerten besonders stark die Fahrer an. Das wurde auf der ganzen Strecke nur noch an der Mönckebergstraße übertroffen. In der Steigung Richtung Asendorf verlor ich dann leider den Anschluss an diesen schnellen Fahrern. In Holm-Seppensen klappte in der Baustelle alles hervorragend. Die Fahrbahnverengung wurde von allen Fahrern rechtzeitig erkannt. Die Fahrbahn war von Sand, Schotter und Steinen befreit. Diese Stelle hatte ich mir schwieriger vorgestellt. In Buchholz versuchte ich dann eine gute Position zu finden, dass der Fotograf ein gutes Foto machen kann und ich meine Familie grüßen kann. Die Fotografen hatten glaube ich keine Chance bestimmte Fahrer aufzunehmen. Die Bilder werden sicherlich nur zufällige Fahrer darstellen. Meine Familie konnte ich grüßen. Beim Cycle-team war gar keiner vor dem Geschäft anwesend. Doch Peter mit seiner Kamera habe ich gesehen, aber der hat mich auch nicht aufnehmen können. Nach dem ich Buchholz verließ merkte ich, das die Beine noch gut waren und ich erhöhte mein Tempo. Den Anstieg nach Langenrehm bin ich mit dem großen Kettenblatt gefahren. Im letzten Jahr viel mir diese Steigung deutlich schwerer. In Langenrehm traf ich auch das Team Globetrotter wieder. Vom Start bis zu diesem Punkt hätte man auch komplett gemeinsam fahren können. Die Köhlbrandbrücke erreichte ich schnell und konnte ich auch gut erklimmen. Bereits in der Abfahrt der Köhlbrandbrücke schloss ich mich einem größeren Pulk an. Merkwürdig schnell war ich in der Führung und damit im Wind. Länger als ein paar Minuten konnte ich das hohe Tempo in der Führung nicht halten und ging raus. Ein Fahrer ging vorbei und der Rest sortierte sich hinter meinem Hinterrad wieder ein. Die letzten 12 Kilometer bis in das Ziel wechselten wir uns beide immer wieder ab um möglichst das Tempo hoch zu halten. Leider halfen die anderen Fahrer nicht mit. Erst ganz zum Schluss sprinteten einige Fahrer mit viel Kraft vorbei und erreichten vor uns das Ziel. Im Zeileinlauf war ein ohrenbetäubender Lärm der schlagenden Hände auf den Absperrungen zu hören. Die Fahrer wurden von den Zuschauern mit allem was sie hatten, wie z. B. Trillerpfeifen, Rasseln, Rufe und Pfiffe angefeuert. Um ca. 11:50 Uhr überfuhr ich die Ziellinie. Ich traf den Fahrer, mit dem ich mich die letzten 12 Kilometer abwechselte, nach der Zieleinfahrt wieder und wir schwatzten noch ein wenig. Leider habe ich ihn nicht nach seinem Namen gefragt und woher er kam. Die 100 Kilometer bin ich in 2:40 Stunden gefahren. Das entspricht einem Schnitt von knapp 37,5 km/h. Damit habe ich mein Ziel die 35 km/h zu schaffen deutlich überschritten.

Nachdem ich den Transponder abgegeben habe und meine Medaille um den Hals hängen hatte suchte ich die Verpflegungszelte auf. Ich vermutete, dass ich noch etwas Zeit hatte und bin noch einmal zum Zieleinlauf um es mir noch als Zuschauer anzusehen und um ein paar Bilder zu machen. Dirk hat das Ziel nach 2:59 Stunden erreicht und war mit seiner Leistung auch sehr zu frieden. Dann fuhren wir wieder , mit deutlich mehr Verkehr, zurück nach Buchholz. Das nächste Jahr bin ich wieder dabei.

Diashow von der Cyclassic 2007

Bericht Nudelessen am Vortag
Bericht Cyclassic 2006

100 Kilometer - Schnitt 37,47 km/h - Fahrtzeit 2:40,14 Stunden
2873 Kilokalorien - Max. Puls 171 - Durchschn. Puls 144

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Karsten,

...Kompliment für Deine Beiträge und Berichte, bin über Helmuts-Fahrrad-Seiten auf die Homepage aufmerksam geworden!

Außerdem wollte ich noch loswerden, dass die Welt manchmal klein ist, habe mich auf einem Deiner Bilder (im Startblock) vom Sonntag entdeckt! Bei 20.000 Teilnehmern kann man wohl von Zufall sprechen! :-)

Bis dann...

Gruß Nic

Karsten Niemann hat gesagt…

Hallo Nic,

dann warst Du wohl im Stsrtblock Q.Übrigens kannst Du das Bild bei Flickr downloaden falls Du es möchtest.

Gruß
Karsten
Heide-Biker

Nic hat gesagt…

...genau Startplatz Q so 10 m hinter Euch!

Bild habe ich mir abgespeichert, danke für den Tipp!